Ist n8n kostenlos? Free Tier, Self-Hosting und Pricing im Überblick

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Ist n8n kostenlos Pricing Übersicht

Die kurze Antwort

Ja und nein. n8n ist als Open-Source-Projekt unter der Sustainable Use License veröffentlicht. Wer n8n auf eigener Infrastruktur betreibt, zahlt für die Software selbst keinen Cent. Wer die offizielle Cloud-Variante nutzt, zahlt ab dem Starter-Plan eine monatliche Gebühr. Eine kostenlose Cloud-Dauerlizenz gibt es nicht, dafür eine 14-tägige Testphase.

Wer die strategische Einordnung sucht, was n8n überhaupt leistet und wo die Plattform technisch sitzt, findet das in unserer Einführung in n8n. In diesem Beitrag geht es ausschließlich um die Kostenfrage: Was ist gratis, was kostet, und wo lauern versteckte Posten. Die vollständige Tarif-Übersicht mit TCO-Rechnungen und Skalierungs-Schwellen gibt es im n8n Pricing Guide.

n8n Self-Hosting: Die Community Edition ist komplett gratis

n8n Self-Hosting Community Edition kostenlos

Der quelloffene Kern von n8n heißt offiziell Community Edition. Er enthält den Workflow-Editor, die Ausführungs-Engine, alle Standard-Nodes für gängige Dienste und die Webhook-Schnittstelle. Lizenzgebühren fallen nicht an. Wer einen Server, Container oder eine VM mit Docker hat, kann n8n in unter zehn Minuten starten und dauerhaft kostenfrei betreiben. Die einzelnen Wege (npm, Docker, Docker Compose) zeigt unser n8n-Installations-Guide Schritt für Schritt. Wer Self-Hosting nicht selbst stemmen will, findet bei unserem n8n-Hosting in Deutschland eine Managed-Variante mit DSGVO-konformer Infrastruktur.

Die Community Edition kennt keine Workflow-Limits, keine Schritte-Limits und keine User-Limits im klassischen Sinn. Was an Workflows läuft, ist nur durch die Hardware begrenzt. Das macht Self-Hosting für KMU mit hohem Volumen oft zur wirtschaftlich sinnvollsten Option, vor allem wenn ein eigener Server ohnehin vorhanden ist.

Was bei der Community Edition fehlt, sind Enterprise-Funktionen wie SSO/SAML, externe Secret-Manager, RBAC mit feingranularen Rollen, Log-Streaming an externe SIEMs und Workflow-Versionierung auf Enterprise-Level. Für die meisten Mittelständler reichen die Community-Funktionen vollständig aus.

n8n Cloud: Gibt es ein dauerhaftes Free Tier?

Nein. n8n Cloud bietet eine 14-tägige kostenlose Testphase ohne Kreditkartenpflicht. Nach Ablauf wird die Instanz auf einen kostenpflichtigen Plan umgestellt oder pausiert. Ein dauerhaftes Free Tier wie bei Zapier oder Make existiert nicht. Wer kostenlos automatisieren will, muss zum Self-Hosting wechseln.

Die Testphase enthält den vollen Funktionsumfang des Starter-Plans: zwei aktive Workflows, 2.500 Workflow-Executions pro Monat und unbegrenzte Schritte pro Execution. Das reicht, um den Editor, die häufigsten Nodes und ein paar einfache Workflows zu evaluieren. Für einen produktiven Dauerbetrieb ist die Testphase aber zu kurz.

n8n Cloud-Pläne: Was kosten Starter, Pro und Enterprise?

n8n Cloud Pricing Pläne im Vergleich

n8n Cloud rechnet nach Workflow-Executions ab, nicht nach einzelnen Schritten. Eine Execution ist ein vollständiger Durchlauf eines Workflows von Trigger bis Endpunkt. Ob darin fünf oder fünfzig Nodes laufen, spielt keine Rolle. Das Modell ist günstiger als das schritt- oder task-basierte Pricing klassischer iPaaS-Anbieter, sobald ein Workflow etwas komplexer wird. Wer den direkten Vergleich zu Make sucht, findet ihn in unserem Make-vs-n8n-Vergleich, den Vergleich mit Zapier in unserem n8n-vs-Zapier-Vergleich.

Starter-Plan

Ab 24 Euro pro Monat im Jahresabo, rund 30 Euro bei Monatszahlung. Enthalten sind 2.500 Workflow-Executions, fünf aktive Workflows und Zugriff auf alle Standard-Nodes. Geeignet für Einzelnutzer oder kleine Teams mit überschaubarem Volumen.

Pro-Plan

Ab 60 Euro pro Monat im Jahresabo. Enthalten sind 10.000 Executions, 15 aktive Workflows, sieben Tage Execution-History und Admin-Funktionen für mehrere Nutzer. Der typische Mittelstands-Tarif.

Enterprise-Plan

Pricing auf Anfrage, üblicherweise im niedrigen vierstelligen Bereich pro Monat. Enthält SSO/SAML, RBAC, externe Secret-Stores, Log-Streaming, dedizierte Cloud-Instanzen, längere Execution-History und einen SLA. Für Unternehmen, die n8n produktiv über mehrere Teams einsetzen und Compliance-Anforderungen haben.

Ein wichtiges Detail: Bei allen Cloud-Plänen zählen Executions kumuliert über alle Workflows. Wer das Limit reißt, muss in den nächsten Plan wechseln oder zusätzliche Executions kaufen. Pausierte Workflows zählen nicht.

Wo n8n trotzdem Geld kostet: Versteckte Posten

Selbst wer Self-Hosting wählt, kommt selten bei null Euro raus. Drei Posten tauchen in fast jedem Setup auf.

Server- und Hosting-Kosten

Ein einfacher VPS bei Hetzner, IONOS oder einem anderen europäischen Anbieter startet bei rund fünf Euro im Monat. Für produktive Workflows mit Datenbank, Backups und Reverse-Proxy planen wir realistisch 15 bis 40 Euro pro Monat ein. Wer eine Managed-Variante mit Monitoring und Updates möchte, landet schnell bei 80 bis 150 Euro. Genau diese Lücke decken wir mit unserem n8n-Hosting in Deutschland ab.

API-Kosten der angebundenen Dienste

n8n selbst ist kostenlos, aber die Dienste, die ein Workflow anspricht, sind es oft nicht. OpenAI-Calls, SMS-Versand, Maps-APIs, Mail-Provider: alle bringen ihr eigenes Pricing mit. Bei einem KI-Workflow mit GPT-4o sind 50 bis 200 Euro pro Monat realistisch, je nach Volumen. Das hat nichts mit n8n zu tun, gehört aber in jede ehrliche Kostenrechnung.

Aufwand für Aufbau und Pflege

Ein Workflow ist nie fertig. APIs ändern sich, Felder kommen dazu, Edge-Cases tauchen auf. Wer Self-Hosting macht und keine internen Ressourcen für Wartung hat, sollte einen Dienstleister einplanen. Bei externer Betreuung sind 200 bis 800 Euro pro Monat üblich, je nach Anzahl produktiver Workflows.

Free, Self-Hosted oder Cloud: Was passt zu welchem Setup?

n8n Variante auswählen Entscheidungsmatrix

Die Frage „kostenlos oder bezahlt" ist eigentlich die falsche. Die richtige lautet: Welcher Aufwand passt zu welchem Bedarf? Drei typische Konstellationen.

Cloud-Testphase: Für die ersten Schritte

Wer n8n überhaupt erst kennenlernen will, startet mit der 14-tägigen Cloud-Testphase. Kein Server, keine Konfiguration, direkter Zugriff über den Browser. In diesen zwei Wochen lassen sich zwei oder drei Workflows aufsetzen und entscheiden, ob die Plattform passt. Danach folgt die Wahl: Cloud-Abo oder Self-Hosting.

Self-Hosting Community Edition: Für KMU mit Volumen

Sobald mehr als zehn produktive Workflows oder mehr als 5.000 Executions pro Monat anfallen, rechnet sich Self-Hosting gegenüber dem Pro-Plan. Voraussetzung: jemand im Haus oder ein Dienstleister, der den Server betreibt, Backups einspielt und Updates fährt. Die Sicherheits-Aspekte beim Self-Hosting vertiefen wir in unserem Beitrag zur n8n-Sicherheit beim Self-Hosting.

Cloud Pro oder Enterprise: Für Teams ohne IT-Ressourcen

Wer keinen eigenen Server betreiben will und Compliance, Verfügbarkeit oder SSO braucht, fährt mit Cloud Pro oder Enterprise besser. Der Mehrpreis gegenüber Self-Hosting gleicht sich oft durch ersparten Betriebsaufwand aus, vor allem wenn die Workflows geschäftskritisch sind.

Lizenzfrage: Ist Self-Hosting wirklich frei nutzbar?

n8n steht unter der Sustainable Use License, einer Source-Available-Lizenz, die kein klassisches Open-Source nach OSI-Definition ist. Die Bedingungen sind für die meisten Anwendungsfälle unkritisch, lohnen aber einen Blick.

  • Interne Nutzung erlaubt. Unternehmen dürfen n8n unbegrenzt für eigene Geschäftsprozesse einsetzen. Das deckt 95 Prozent aller Anwendungsfälle ab, von Vertriebs- über Buchhaltungs- bis zu HR-Workflows.
  • Embedding und White-Label brauchen eine Lizenz.Wer n8n in ein eigenes Produkt einbettet und an Kunden weiterverkauft, braucht eine kommerzielle Embedding-Lizenz. Das gleiche gilt für gehostetes Re-Selling.
  • Forks und Modifikationen sind erlaubt. Der Quellcode darf eingesehen, geändert und im Rahmen der Lizenz weiterverwendet werden. Auch das Beitragen zum Hauptprojekt steht offen.
  • Weitergabe an externe Nutzer mit Aufpreis.Wer n8n als Service externen Endnutzern zugänglich macht, also etwa eine eigene Workflow-Plattform für Kunden auf n8n-Basis baut, fällt unter die kommerzielle Lizenzpflicht.

Für den klassischen Mittelstands-Einsatz, in dem n8n interne Prozesse automatisiert, ist die Sustainable Use License kostenfrei und unkompliziert. Wer plant, n8n als Teil eines eigenen kommerziellen Produkts zu vertreiben, sollte vorher den Lizenztext lesen oder direkten Kontakt zu n8n aufnehmen.

Fazit: Wirklich kostenlos ist nur das Self-Hosting

n8n ist im Kern ein kostenloses Open-Source-Werkzeug, sobald ihr es selbst betreibt. Die Software kostet nichts, die Lizenz erlaubt den internen Einsatz ohne Limit, und die Community Edition deckt fast alle Mittelstands-Anforderungen ab — und die n8n Community hilft kostenlos bei Fragen weiter. Was Geld kostet, sind die Posten drumherum: Server, Wartung, API-Calls externer Dienste.

Wer keinen Aufwand für Server-Betrieb haben will, zahlt ab 24 Euro pro Monat für die offizielle Cloud. Das ist günstiger als die meisten US-iPaaS-Alternativen, aber kein Geschenk. Eine ehrliche Kostenrechnung sollte beide Wege gegeneinander stellen, statt nur auf den Software-Preis zu schauen.

Ihr seid am Überlegen, ob Self-Hosting oder Cloud die günstigere Variante für eure Workflow-Last ist? Sprecht uns an, wir rechnen die beiden Szenarien gemeinsam mit euch durch.