Ein KI-Skill ist eine in Markdown geschriebene Arbeitsanweisung, die das Fachwissen einer Steuerkanzlei für ein KI-Modell nutzbar macht. Einmal kodiert, kann jeder Mitarbeiter damit zum Beispiel Arbeitszeugnisse prüfen oder ein 15-seitiges Steueranalyse-Gutachten in circa 3 Stunden erstellen. Ergänzend hält ein Mandanten-Markdown je Mandant Besonderheiten, Fristen und Kontext fest.
Wer einem KI-Modell jedes Mal neu erklärt, wie eine Prüfung abläuft, bekommt jedes Mal andere Ergebnisse. Ein KI-Skill dreht das um: Das Vorgehen der Kanzlei wird einmal sauber aufgeschrieben, als strukturierte Markdown-Datei, und das Modell arbeitet diese Anweisung bei jeder Ausführung ab. Das Fachwissen steckt im Skill, nicht im einzelnen Prompt.
Der Effekt: Fachwissen, das bisher nur einzelne Experten hatten, können alle Mitarbeiter sofort nutzen. In der Praxis entstehen so zum Beispiel Prüfungen von Provisionsansprüchen, Arbeitszeugnissen oder Bauträgerverträgen als wiederverwendbare Skills in Claude Cowork.
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Ein Skill ist mehr als ein langer Prompt. Vier Bausteine machen aus einer Markdown-Datei eine verlässliche Arbeitsanweisung für das KI-Modell.
Der Skill beginnt mit einer klaren Beschreibung: Was ist die Aufgabe, für welche Fälle gilt der Skill, welche Unterlagen braucht das Modell? So startet jede Ausführung mit demselben Verständnis der Aufgabe, unabhängig davon, wer den Skill nutzt.
Das Herzstück: die Prüfschritte in der Reihenfolge, in der ein erfahrener Bearbeiter vorgehen würde, mit den Kriterien der Kanzlei. Welche Klauseln sind kritisch, welche Fristen sind zu beachten, welche Rechtsgrundlagen sind einschlägig?
Gute Skills legen auch fest, wie das Ergebnis klingt: die Gliederung eines Gutachtens, der Ton eines Begleitschreibens, die Struktur eines Prüfvermerks. Das Ergebnis liest sich wie aus der Kanzlei, nicht wie aus einem generischen KI-Tool.
Ein Skill definiert auch, was er nicht entscheidet: An welchen Stellen muss ein Mensch prüfen, wann bricht der Skill ab und fragt nach? Diese Human-in-the-loop-Punkte gehören in jeden Kanzlei-Skill.
Vom Wissen im Kopf zum getesteten Skill sind es vier Schritte. Der wichtigste Grundsatz dabei: erst das Vorgehen der Experten verstehen, dann strukturieren, dann testen.
Ein erfahrener Bearbeiter löst die Aufgabe und erklärt dabei laut, worauf er achtet: Reihenfolge, Kriterien, Quellen, typische Fehler. Dieses Rohmaterial ist die Basis des Skills.
Das Vorgehen wird als gegliederte Markdown-Datei aufgeschrieben: Aufgabe, benötigte Unterlagen, Prüfschritte als nummerierte Liste, Kriterien als Checklisten, Formulierungsvorgaben für das Ergebnis. Anonymisierte Beispiele aus der Kanzlei zeigen dem Modell, wie ein gutes Ergebnis aussieht.
Der Skill läuft gegen abgeschlossene Fälle, deren Ergebnis bekannt ist. Weicht das Skill-Ergebnis vom Experten-Ergebnis ab, wird der Skill präzisiert, so lange, bis die Qualität verlässlich stimmt.
Ändert sich Rechtsprechung oder Kanzlei-Standard, wird der Skill angepasst, wie jede andere Arbeitsanweisung auch. Weil Skills lesbarer Text sind, kann das die Fachabteilung selbst, ohne IT-Projekt.

Skills beschreiben das Vorgehen, aber jeder Mandant ist anders. Deshalb ergänzen Kanzleien die Skills um ein Mandanten-Markdown je Mandant: eine zentrale Datei mit Besonderheiten, Fristen und Kontext. Rechtsform und Beteiligungen, abweichende Vereinbarungen, laufende Betriebsprüfungen, bevorzugte Kommunikationswege, alles an einem Ort.
Startet ein Mitarbeiter einen Skill für diesen Mandanten, liest das Modell das Mandanten-Markdown mit und berücksichtigt die Eigenheiten automatisch. Wissen, das sonst verstreut in Handakten, Mails und Köpfen liegt, wirkt so in jeder einzelnen Aufgabe mit.
Fragen zu Skills und Mandanten-Markdown? Sprechen Sie uns anHier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Ein KI-Skill ist eine strukturierte Arbeitsanweisung in Markdown, die einem KI-Modell das Vorgehen einer Kanzlei für eine bestimmte Aufgabe beibringt: Prüfschritte, Kriterien, Formulierungen und Grenzen. Einmal geschrieben, führt das Modell die Aufgabe jedes Mal nach demselben Standard aus.
Markdown ist einfacher Text mit Überschriften und Listen, den Menschen und KI-Modelle gleichermaßen gut lesen. Jeder in der Kanzlei kann einen Skill öffnen, verstehen und anpassen, ohne Programmierkenntnisse. Das unterscheidet Skills von fest programmierten Automatisierungen.
Ein Mandanten-Markdown ist eine zentrale Markdown-Datei je Mandant mit dessen Besonderheiten, Fristen und Kontext: Rechtsform, Abweichungen vom Standard, laufende Themen. KI-Skills lesen diese Datei mit und berücksichtigen die Eigenheiten des Mandanten automatisch, statt dass jeder Bearbeiter sie im Kopf haben muss.
Ja, denn Skills arbeiten mit Mandantendaten. Öffentliche KI-Tools scheiden wegen § 203 StGB in der Regel aus. In einer verwalteten Umgebung wie Claude Cowork mit EU-Hosting, AVV und dediziertem Tenant laufen Skills auf einem konformen Fundament.
