Der automatisierte Bankabgleich per KI gleicht für Steuerkanzleien Kontoumsätze automatisch mit offenen Posten ab: Die KI ordnet Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge Rechnungen zu, erkennt Skonto, Teilzahlungen und Sammelüberweisungen und legt nur echte Klärposten zur Entscheidung vor. Die Bankabstimmung läuft damit täglich statt einmal im Monat, ohne manuelles Abhaken jeder Zeile.

Kontoauszug links, OPOS-Liste rechts, und dazwischen viel Erfahrungswissen im Kopf einzelner Mitarbeiter.
Verwendungszweck lesen, Rechnung suchen, Betrag vergleichen, abhaken. Bei Mandanten mit hohem Zahlungsvolumen ist die Abstimmung ein fester Tagesblock, der jeden Monat wiederkehrt.
Skontoabzug, Teilzahlungen, Sammelüberweisungen über mehrere Rechnungen, kryptische Verwendungszwecke: Die Sonderfälle kosten den Großteil der Zeit und landen oft als Klärposten auf Zwischenkonten, wo sie liegen bleiben.
Wer nur zum Monatsende abstimmt, sieht Zahlungsdifferenzen, Doppelzahlungen und offene Forderungen erst Wochen später. Für Mahnwesen und Liquiditätsaussagen ist das zu spät.
Kontoumsätze kommen automatisch herein, Zuordnungen laufen zweistufig: erst deterministische Regeln, dann KI für die Fälle, an denen Regeln scheitern.
Stimmen Betrag und Rechnungsnummer überein, braucht es keine KI, das erledigen Regeln zuverlässig und nachvollziehbar. Die KI übernimmt die Fälle dahinter: Sie liest unsaubere Verwendungszwecke, erkennt Skontoabzug innerhalb der Frist, zerlegt Sammelüberweisungen auf einzelne Rechnungen und ordnet Teilzahlungen dem richtigen offenen Posten zu.
Was weder Regel noch KI sicher zuordnen können, landet als Klärposten beim Team, mit Kontext: ähnlichste offene Posten, erkannte Teilbeträge, Historie des Zahlungspartners. Aus einer anonymen Differenz wird eine Entscheidung, die in Sekunden fällt.
Jeder automatische Ausgleich dokumentiert, worauf er beruht: exakte Referenz, KI-Zuordnung mit Konfidenzwert oder manuelle Entscheidung. Bei der Betriebsprüfung ist damit für jeden Bankumsatz belegbar, warum er wie zugeordnet wurde.
Die Ausgleichsbuchungen gehen als Vorschläge in den gewohnten DATEV-Prozess und werden dort vom Team festgeschrieben. Zusammen mit einem automatisch generierten Stapel aus der Belegseite entsteht so eine durchgängige Kette, siehe Buchungsstapel per KI.
Weil der Abgleich automatisch läuft, ist die Bank jeden Tag abgestimmt statt einmal im Monat. Offene Forderungen, Doppelzahlungen und Differenzen werden sichtbar, solange man noch reagieren kann. Weitere automatisierte Kanzlei-Prozesse zeigt der Workflow-Katalog für Steuerberater.

Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Neben den einfachen Treffern über Betrag und Rechnungsnummer vor allem die zeitfressenden Sonderfälle: Skontoabzug innerhalb der Frist, Teilzahlungen, Sammelüberweisungen über mehrere Rechnungen und Zahlungen mit unsauberem oder fehlendem Verwendungszweck. Die Zuordnung erfolgt gegen die offenen Posten und die Zahlungshistorie des Mandanten.
Nein, die Umsätze werden automatisch abgerufen, je nach Setup über Bankschnittstellen oder die in der Kanzlei vorhandenen Wege wie DATEV-Zahlungsverkehrsdaten. Der Abgleich läuft dadurch täglich, ohne dass jemand Auszüge einsammeln oder importieren muss.
Nein. Automatische Zuordnungen werden als Buchungsvorschläge mit Begründung und Konfidenzwert übergeben, festgeschrieben wird in DATEV durch das Kanzlei-Team. Unsichere Fälle gehen gar nicht erst als Vorschlag raus, sondern landen als Klärposten mit Kontext beim Bearbeiter.
Am stärksten profitieren Mandate mit vielen Zahlungsbewegungen, etwa Handel, E-Commerce oder Unternehmen mit Lastschrift- und Sammlerverkehr. Aber auch bei kleineren Mandaten summiert sich der Effekt, weil die Abstimmung komplett nebenbei läuft und das Monatsende von Routinearbeit entlastet wird.
