Use Case Steuerberater

Buchungsstapel per KI generieren: vom Beleg zum fertigen DATEV-Stapel

Buchungsstapel per KI generieren bedeutet für Steuerkanzleien: Eine KI kontiert Belege, Bank- und Kassendaten automatisch nach SKR 03 oder SKR 04, erzeugt daraus einen fertigen Buchungsstapel und übergibt ihn im DATEV-Format an Kanzlei-Rechnungswesen. Das Team prüft nur noch markierte Zweifelsfälle, statt jeden Buchungssatz einzeln zu erfassen.

Belege werden automatisch zu Buchungssätzen verarbeitet

Das Problem

Kontieren ist Fließbandarbeit, wird aber wie Facharbeit bezahlt

Der größte Teil der Buchungssätze eines Mandanten wiederholt sich Monat für Monat. Trotzdem tippt sie jemand von Hand, Buchungssatz für Buchungssatz.

Wiederkehrende Muster

Miete, Leasing, Telekommunikation, Wareneinkauf beim Stammlieferanten: Dieselben Geschäftsvorfälle laufen jeden Monat auf dieselben Konten. Genau diese Muster kann eine KI aus der Buchungshistorie lernen.

Personal am Limit

FiBu-Fachkräfte sind schwer zu finden und mit Routine-Erfassung ausgelastet. Jede Stunde Tipparbeit fehlt für Abstimmung, Klärung und Beratung, also für die Arbeit, die tatsächlich Fachwissen braucht.

Uneinheitliche Kontierung

Drei Bearbeiter, drei Kontierungsstile: Derselbe Geschäftsvorfall landet je nach Bearbeiter auf unterschiedlichen Konten. Ein generierter Stapel kontiert dagegen konsistent nach einem Regelwerk.

Der Workflow

So entsteht der Buchungsstapel: 5 Schritte bis zum DATEV-Import

Die Belegdaten kommen aus der vorgelagerten Erfassung, zum Beispiel aus der KI-Belegerfassung oder der E-Rechnung-Verarbeitung. Der Stapel-Workflow macht daraus Buchungssätze.

01
Datenquellen
Belege, Bank, Kasse
02
KI-Kontierung
SKR 03/04, Historie als Referenz
03
Steuerschlüssel
USt-Logik regelbasiert
04
Stapel-Erzeugung
DATEV-Format, je Mandant
05
Review und Import
Zweifelsfälle prüfen, importieren

Kontierung aus der Buchungshistorie

Die KI lernt aus den bisherigen Buchungen des Mandanten: Wie wurde dieser Lieferant bisher kontiert, welches Konto passt zu diesem Belegtext, welche Kostenstelle ist üblich. Neue oder unklare Fälle bekommen eine niedrige Konfidenz und werden im Stapel markiert, statt still auf ein Verlegenheitskonto zu laufen.

Steuerschlüssel bleiben Regelsache

Umsatzsteuer-Logik wird nicht der Mustererkennung überlassen: Steuerschlüssel, Reverse-Charge-Fälle und innergemeinschaftliche Erwerbe prüft ein deterministisches Regelwerk. Die KI schlägt vor, die Regeln begrenzen, was in den Stapel darf.

Vorher / Nachher

Was sich am Erfassungs-Alltag der FiBu ändert

Vorher: Manuell erfasst
  • Jeder Buchungssatz wird einzeln getippt, auch der hundertste Mietabschlag
  • Kontierung hängt vom jeweiligen Bearbeiter ab
  • Fehler verteilen sich unsichtbar über den ganzen Monat
  • Erfassung frisst die Zeit, die für Abstimmung fehlt
Nachher: Generierter Stapel
  • Der Stapel kommt fertig kontiert im DATEV-Format je Mandant
  • Konsistente Kontierung nach Regelwerk und Historie
  • Zweifelsfälle sind markiert und werden gezielt geprüft
  • Das Team arbeitet an Klärfällen statt an Routine-Erfassung

GoBD und Kontrolle

Der Stapel wird importiert, nicht durchgewunken

Jeder generierte Buchungssatz trägt seine Herkunft: Beleg, angewendete Regel oder Historien-Referenz und Konfidenzwert. Der Stapel wird als Vorschlag in DATEV importiert und dort wie gewohnt festgeschrieben, erst nach Durchsicht durch das Kanzlei-Team. Damit bleibt die Buchführung GoBD-konform nachvollziehbar und die Verantwortung liegt beim Menschen, nicht beim Modell.

Der generierte Stapel ist der Mittelteil einer durchgängigen Kette: Belegeingang und Prüfung davor, Monatsreview und Abstimmung danach. Alle Bausteine im Überblick zeigt der Workflow-Katalog für Steuerberater.

Datenfluss vom Beleg über die Kontierung zum DATEV-Stapel

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Welche Datenquellen kann die KI zu einem Buchungsstapel verarbeiten?

Alle üblichen Quellen der laufenden Buchhaltung: erfasste Eingangs- und Ausgangsbelege, Bankumsätze und Kassendaten. Die Belegdaten kommen idealerweise aus einer vorgelagerten KI-Belegerfassung, der Stapel-Workflow übernimmt Kontierung, Steuerschlüssel und die Erzeugung des importfertigen Stapels je Mandant.

Woher weiß die KI, auf welches Konto ein Beleg gehört?

Aus zwei Quellen: dem Regelwerk auf dem Kontenrahmen der Kanzlei (SKR 03 oder SKR 04 inklusive individueller Konten) und der Buchungshistorie des Mandanten. Wiederkehrende Geschäftsvorfälle werden wie bisher kontiert, neue Fälle bekommen einen Vorschlag mit Konfidenzwert. Unter der Konfidenz-Schwelle wird der Satz im Stapel markiert und gezielt vom Team entschieden.

Wie kommt der Stapel nach DATEV Kanzlei-Rechnungswesen?

Der Workflow erzeugt den Stapel im DATEV-Format und übergibt ihn über die vorhandenen Import-Wege in Kanzlei-Rechnungswesen. Dort wird er wie ein manuell erfasster Stapel geprüft und festgeschrieben. Am gewohnten DATEV-Prozess der Kanzlei ändert sich nichts, nur die Erfassung davor entfällt.

Was passiert mit falsch kontierten Sätzen, lernt das System dazu?

Ja. Korrekturen des Teams fließen als neue Referenz in die Kontierungslogik ein: Wird ein Lieferant einmal umkontiert, schlägt der nächste Stapel das korrigierte Konto vor. Systematische Fehlerbilder werden zusätzlich im Regelwerk fixiert, damit sie nicht von einzelnen Historien-Ausreißern abhängen.

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