Preise

Was kostet KI? Erst die Rechnung, dann die Zahl

KI im Unternehmen kostet in drei Blöcken: Setup einmalig, Betrieb monatlich und interne Stunden. Bei Bluebatch sind das 1.000 € Setup, 50 € Betrieb pro Monat und rund vier Personentage im eigenen Haus, für einen produktiven Anwendungsfall in 5 Arbeitstagen. Ob sich das lohnt, entscheidet nicht der Preis, sondern was der Prozess heute manuell kostet.

Fester Pilotpreis • Eigene Infrastruktur • Keine Lizenz pro Kopf

Angebot auf einem leeren Konferenztisch, die Preiszeile ist noch nicht ausgefüllt

0 €

Setup, einmalig pauschal

0 €

Betrieb pro Monat

0

Arbeitstage bis zum Piloten

Der Befund

Vier Ratgeber, vier Antworten, Faktor zehn dazwischen

Wer diese Frage stellt, bekommt keine Spanne, sondern vier Spannen, die sich gegenseitig ausschließen. Wir haben die vier Seiten gelesen, die zu „was kostet KI" ganz oben stehen, und ihre Zahlen nebeneinandergelegt. Das Ergebnis ist keine Preisdiskussion, es ist ein Definitionsproblem: Die Quellen bepreisen unterschiedliche Dinge, ohne es zu sagen.

Vier Kostenspannen aus vier Quellen, die sich nicht überschneiden
FrageAntwort AAntwort BFaktor
Einfacher Chatbotab 3.000 €10.000 €3x
Laufender Betriebab 25 € pro Monatbis 50.000 € pro Monat2.000x
Jahresbudget Mittelstand15.000 bis 25.000 €25.000 bis 150.000 €6x
Eine Systemanbindungim Projektpreis enthalten15.000 bis 50.000 €offen

Die zweite Zeile ist die aufschlussreichste. Zwischen 25 € und 50.000 € im Monat liegt kein Missverständnis über Qualität, sondern die Frage, ob das System an Ihre Daten kommt. Ein Werkzeug, das nur mit öffentlichen Texten arbeitet, ist eine Lizenz. Ein System, das Bestellungen anlegt oder Rechnungen vorkontiert, ist eine Integration. Deshalb ist die erste Frage nie der Preis, sondern woher die Software ihre Daten nimmt.

Drei Kostenblöcke, und einer fehlt fast immer

Jedes KI-Vorhaben zerfällt in dieselben drei Blöcke. Die ersten beiden stehen in jedem Angebot, weil sie Rechnungen sind. Der dritte steht in keinem, weil ihn niemand stellt, und genau er entscheidet, ob ein Projekt in Wochen oder in Quartalen fertig wird.

Setup, Betrieb und interner Aufwand als drei gleich große Kostenblöcke

Setup, einmalig

Der Aufbau: Prozess aufnehmen, Regeln festlegen, Schnittstelle anbinden, testen. Am Markt reicht das von 3.000 € für eine Standardlösung bis zu 50.000 € für ein Programm über mehrere Systeme. Bei uns ist dieser Block für einen Anwendungsfall pauschal und liegt bei 1.000 €, weil wir mit einer Aufgabe anfangen statt mit einer Plattform.

Betrieb, monatlich

Was nach dem Start weiterläuft: Hosting, Wartung, Modellkosten. Die ersten beiden sind fest, die Modellkosten wachsen mit der Nutzung. Bei einem Server im Eigenbetrieb fangen die Infrastrukturkosten bei etwa 15 € im Monat an. Unser Betrieb kostet 50 € im Monat, die Modellkosten kommen nutzungsabhängig dazu und liegen bei mittleren Volumen im niedrigen zweistelligen Bereich.

Interner Aufwand, in Stunden

Ihre eigenen Leute. Der Fachbereich muss sagen, welche Fälle Sonderfälle sind, die IT muss den Zugang aufmachen. Für einen ersten Anwendungsfall sind das etwa drei Tage im Fachbereich und ein Tag in der IT. Ratgeber setzen an dieser Stelle oft ein KI-Fachgehalt von 80.000 bis 120.000 € im Jahr an. Für ein Handelsunternehmen ist das die falsche Größe: Sie stellen niemanden ein, Sie geben Stunden ab.

Die Vergleichsgröße

Erst ausrechnen, was der Weg heute kostet

Keine der vier gelesenen Quellen tut das, und ohne diese Zahl ist jedes Angebot unbewertbar. 4.990 € sind billig oder teuer, je nachdem, was daneben steht. Hier die Rechnung an einem Prozess, den fast jeder Großhändler kennt: Bestellungen, die per Mail, Fax oder PDF hereinkommen und von Hand ins ERP wandern.

Der manuelle Weg einer Bestellung in fünf Schritten, Abtippen und Nachfragen dauern am längsten
Annahme
400 Bestellungen pro Monat, im Schnitt 24 Minuten Bearbeitung je Bestellung
Zeit pro Monat (400 × 24 Min)
160 Stunden
Vollkosten Innendienst
28 € / h
Kosten des Ist-Zustands pro Monat
4.480 €
Kosten des Ist-Zustands pro Jahr
53.760 €
Stundensatz und Bearbeitungszeit wie in unserem ROI-Rechner für Dokumentenprozesse

Diese 53.760 € sind nicht das Einsparpotenzial, sondern der Maßstab. Ein System, das die Bearbeitung von 24 auf 10 Minuten drückt, spart 14 Minuten je Bestellung, also rund 2.600 € im Monat. Dem stehen im ersten Jahr 1.000 € Setup, rund 900 € an internen Tagen und etwa 60 € laufend pro Monat gegenüber. Der ehrliche Teil dieser Rechnung ist die Menge: Bei 40 Bestellungen im Monat statt 400 trägt derselbe Aufwand nicht, und dann raten wir ab. Wie der Ablauf im Detail aussieht, steht auf unserer Seite zur automatisierten Auftragserfassung, eigene Werte können Sie im ROI-Rechner für Dokumentenprozesse einsetzen.

Was den Preis nach oben treibt

Nicht das Modell und nicht die Oberfläche. Teuer wird ein KI-Projekt an vier Stellen, und alle vier liegen in Ihrem Haus, nicht beim Dienstleister. Wer sie vorher kennt, kann sie eingrenzen, statt sie später als Nachtrag zu bezahlen.

Keine Schnittstelle

Hat das Zielsystem eine dokumentierte API, ist die Anbindung Teil des Pilotpreises. Muss stattdessen ein Export gebaut, eine Datenbank direkt gelesen oder eine Oberfläche ferngesteuert werden, wird aus einem Tagesthema ein Wochenthema. Diese Frage gehört vor das Angebot, nicht hinein.

Kundenindividuelle Konditionen

Im Handel ist der Preis selten der Listenpreis. Staffeln, Sonderkonditionen und Jahresvereinbarungen liegen oft in Zusatztabellen, die außerhalb der Standardlogik gepflegt werden. Jede dieser Tabellen ist eine eigene Regel, die das System kennen und die jemand bestätigen muss.

Ungeklärte Berechtigungen

Sobald ein System schreiben darf, wird aus einer technischen eine organisatorische Frage: Wer darf welchen Vorgang auslösen, was wird protokolliert, wo hört die Automatik auf und beginnt die Freigabe. Das kostet keine Entwicklungszeit, aber Entscheidungszeit, und die ist der häufigste Grund für Verzug.

Zu großer erster Zuschnitt

Der teuerste Fehler ist, mit einer Plattform für alle Abteilungen zu beginnen. Dann verhandeln fünf Bereiche über Anforderungen, bevor irgendetwas läuft. Ein einzelner Anwendungsfall mit echten Daten beantwortet dieselben Fragen in fünf Arbeitstagen, und zwar belegbar statt auf dem Papier.

Über drei Jahre gerechnet dreht sich das Bild

Der Einstiegspreis ist die schlechteste Entscheidungsgrundlage, weil die beiden Modelle unterschiedlich mitwachsen. Eine Lizenz pro Nutzer liegt am Markt bei 20 bis 100 € im Monat und skaliert mit Ihrer Kopfzahl. Eine Lösung auf eigener Infrastruktur skaliert mit der Menge der Vorgänge, nicht mit der Zahl der Menschen, die sie nutzen.

Über drei JahreLizenz pro NutzerEigene Lösung
10 Nutzer7.200 bis 36.000 €2.800 €
30 Nutzer21.600 bis 108.000 €2.800 €
80 Nutzer57.600 bis 288.000 €2.800 €

Die rechte Spalte enthält 1.000 € Setup und 50 € Betrieb über 36 Monate, ohne Modellkosten, weil die von der Menge abhängen und nicht von der Nutzerzahl. Die Tabelle spricht nicht gegen Lizenzen. Sie sagt nur, wo der Kipppunkt liegt: Solange wenige Personen mit einem Standardwerkzeug arbeiten, ist die Lizenz die vernünftige Wahl. Sobald ein Prozess dahintersteht, der jeden Tag hunderte Vorgänge erzeugt, zahlen Sie mit der Lizenz für Sitzplätze statt für Arbeit.

Konkrete Preise je Anwendungsfall

Diese Seite beantwortet die Frage allgemein. Sobald klar ist, worum es geht, wird die Antwort genauer. Für die drei häufigsten Einstiege haben wir sie einzeln durchgerechnet.

Häufige Fragen zu KI-Kosten

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Was kostet KI im Monat?

Für einen einzelnen Anwendungsfall auf eigener Infrastruktur sind es bei uns 50 € Betrieb pro Monat plus die Modellkosten, die sich nach der Nutzung richten. Bei 400 verarbeiteten Vorgängen im Monat liegen die Modellkosten in der Größenordnung von 10 €, weil pro Vorgang nur wenige tausend Token anfallen. Am Markt reichen die Angaben für den laufenden Betrieb von 25 € bis 10.000 € pro Monat, und beide Enden sind ernst gemeint: Das untere meint eine No-Code-Lizenz ohne eigene Daten, das obere ein Programm über mehrere Abteilungen. Die Frage nach dem Monatspreis ist deshalb nur sinnvoll, wenn dabeisteht, wie viele Vorgänge über das System laufen.

Warum nennen alle Anbieter andere Zahlen?

Weil sie unterschiedliche Dinge bepreisen und das nicht dazusagen. Ein Anbieter, der 3.000 € für einen Chatbot nennt, meint einen Chatbot auf Ihren öffentlichen Texten. Ein anderer, der für dieselbe Beschreibung 10.000 € nennt, rechnet die Anbindung an ein System schon mit ein. Der Unterschied ist nicht der Stundensatz, sondern die Frage, ob das System auf Ihre eigenen Daten zugreift. Sobald es das tut, kostet nicht mehr die KI, sondern die Schnittstelle, und die ist bei jedem Unternehmen anders.

Was kostet die Anbindung an unser ERP?

Das ist die teuerste Position und gleichzeitig die, die in kaum einem Angebot beziffert ist. Bei einem System mit dokumentierter Schnittstelle, klaren Berechtigungen und einem Ansprechpartner in der IT ist die Anbindung Teil unseres Pilotpreises von 1.000 €. Teuer wird es, wenn es keine API gibt, wenn Preise und Konditionen kundenindividuell in Zusatztabellen liegen oder wenn erst geklärt werden muss, wer im System was sehen darf. Am Markt werden für eine Integration 15.000 bis 50.000 € bei vier bis zwölf Wochen genannt. Deshalb klären wir die Schnittstelle vor dem Angebot und nicht danach.

Welche Kosten werden am häufigsten vergessen?

Die eigenen Stunden. Jedes KI-Projekt braucht Menschen, die den Prozess kennen: den Fachbereich, der sagt, welche Fälle Sonderfälle sind, und die IT, die den Zugang zum System aufmacht. Für einen ersten Anwendungsfall sind das erfahrungsgemäß drei Tage im Fachbereich und ein Tag in der IT. Diese Tage stehen in keinem Angebot, verzögern aber mehr Projekte als jede technische Frage. Der zweite regelmäßig vergessene Posten sind die Modellkosten, die mit der Nutzung wachsen und deshalb kein fester Betrag sind.

Ab wann rechnet sich das?

Rechnen Sie es an einem Prozess durch, nicht an der Technik. Wenn 400 Bestellungen im Monat je 24 Minuten Handarbeit brauchen, sind das 160 Stunden, bei 28 € Vollkosten je Stunde also 4.480 € pro Monat. Gegen diese Zahl tritt jedes Angebot an. Bei uns kostet der erste Anwendungsfall 1.000 € einmalig, rund 900 € an internen Tagen und etwa 60 € pro Monat. Wichtig ist die ehrliche Gegenrechnung: Die Zeitersparnis fällt nur an, wenn das Volumen wirklich da ist. Bei 40 Bestellungen im Monat statt 400 trägt derselbe Aufwand nicht.

Lohnt sich eine Lizenz oder eine eigene Lösung?

Das entscheidet die Kopfzahl, nicht der Einstiegspreis. Eine Lizenz pro Nutzer liegt am Markt bei 20 bis 100 € im Monat. Bei zehn Nutzern ist sie günstiger als jede Eigenentwicklung, bei achtzig Nutzern kostet sie über drei Jahre einen fünfstelligen Betrag, während eine eigene Lösung auf eigener Infrastruktur bei ihren 50 € bleibt. Der Kipppunkt liegt meist zwischen zwanzig und dreißig Nutzern. Solange Sie darunter sind, ist die Lizenz die vernünftige Wahl, und wir sagen das auch.

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