Dieses Claude Code Tutorial auf Deutsch richtet sich an alle, die nicht programmieren und Claude Code trotzdem für ihre Arbeit nutzen wollen. Es führt in sechs Schritten vom ersten Projektordner zur ersten Automation: CLAUDE.md als Einarbeitung, Rechte als harte Grenze, gezielt angebundene Werkzeuge, Skills für wiederkehrende Abläufe, saubere Sitzungen gegen leere Limits und zuletzt Sub-Agents und Routinen. Grundlage ist die Auswertung eines sechsstündigen Kurses mit rund 310.000 Aufrufen und seiner 100 meistgelikten Kommentare, abgeglichen mit der Dokumentation von Anthropic (Stand Oktober 2026).

Im Juli 2026 hat Nate Herk, Betreiber des YouTube-Kanals AI Automation, einen Kurs mit dem Titel „Claude Code for Non-Coders“ veröffentlicht. Er dauert knapp sechs Stunden und hatte im Oktober rund 310.000 Aufrufe. Wir haben das komplette Transkript und die 100 meistgelikten Kommentare ausgewertet, weil die Frage dahinter in fast jedem unserer Kundengespräche auftaucht: Was bringt Claude Code Menschen, die nicht programmieren?
Zwei Befunde haben uns überrascht. Erstens scheitern Einsteiger selten am Terminal. Sie scheitern daran, dass sie dem Werkzeug keinen Kontext geben, ihm zu viele Rechte lassen und ihr Kontingent verbrauchen, bevor sich der Nutzen zeigt. Zweitens sind sechs Stunden für viele zu viel. Ein Zuschauer schreibt, der Kurs sei „from beginner to intermediate very quickly“ gegangen und habe ihn unterwegs verloren.
Dieses Tutorial ist deshalb die kurze Fassung: sechs Schritte in der Reihenfolge, in der sie aufeinander aufbauen. Zu jedem Schritt steht, was der Kurs empfiehlt, was die Dokumentation von Anthropic dazu sagt und was in einem Unternehmen zusätzlich gilt. Die Installation setzen wir voraus, sie steht in Claude Code installieren.
Claude Code ist ein KI-Agent, der in einem Ordner auf Ihrem Rechner arbeitet. Anders als im Chatfenster liest er dort Dateien, legt neue an, führt Befehle aus und spricht über angebundene Werkzeuge mit Ihren Programmen. Sie beschreiben, was herauskommen soll, Claude erledigt die Schritte dorthin. Die ausführliche Erklärung steht in Was ist Claude Code.
Der Name führt Nicht-Programmierer in die Irre. Code ist hier das Mittel, nicht das Ergebnis. Im Kurs entstehen damit ein tägliches Briefing aus dem Posteingang, ein „Second Brain“ aus Textdateien, eine Landingpage und mehrere geplante Automationen. Wer Berichte schreibt, Daten aufbereitet oder wiederkehrende Abläufe hat, kann damit arbeiten.
Ein Terminal ist dafür nicht mehr zwingend. Claude Code läuft auch im Code-Tab der Claude-Desktop-App mit grafischer Oberfläche und im Browser unter claude.ai/code. Einige Dinge bleiben trotzdem Dateien, etwa die Einarbeitung und die Rechte. Um genau diese Dateien geht es in den nächsten Abschnitten.
Ein Kommentar unter dem Kurs trifft einen wichtigen Punkt: Für viele Nicht-Entwickler bringe Cowork mit seinen Leitplanken mehr als Claude Code. Anthropic selbst beschreibt Cowork als Modus für Wissensarbeit an Dateien und Werkzeugen und Claude Code als Werkzeug, das für Softwareentwicklung gebaut ist. Die Wahl hängt davon ab, wie viel Sie selbst einrichten wollen.
| Werkzeug | Arbeitet mit | Passt, wenn Sie |
|---|---|---|
| Claude (Chat) | Text und hochgeladenen Dateien im Chatfenster | Fragen klären oder einen Entwurf brauchen |
| Cowork | lokalen Dateien und Werkzeugen in der Desktop-App, mit festen Leitplanken | Recherchen, Dokumente und Analysen ohne Einrichtungsaufwand erledigen wollen |
| Claude Code | einem Projektordner, Befehlen und Werkzeugen, die Sie selbst konfigurieren | Abläufe wiederholbar machen und Rechte selbst festlegen wollen |
Claude Code ist in allen bezahlten Plänen enthalten, ab Claude Pro für 20 Dollar im Monat. Die Pläne im Vergleich stehen in Claude Code Kosten.
Der Kurs springt zwischen Themen hin und her. Für den Einstieg hat sich bei uns diese Reihenfolge bewährt, weil jeder Schritt auf dem vorigen aufbaut:

Der Gedanke dahinter ist der wichtigste Satz des Kurses für Einsteiger: „You are just a manager. You’re managing AI agents.“ Sie programmieren nicht. Sie arbeiten jemanden ein, legen fest, was er darf, und prüfen seine Arbeit.
Der häufigste Fehler ist der leere Chat. Der Kursautor bringt es auf den Punkt: Wenn alle dasselbe Modell nutzen und dasselbe fragen, sieht auch das Ergebnis bei allen gleich aus. Gute Ergebnisse entstehen aus Kontext, also aus Ihren Unterlagen, Ihren Beispielen und Ihren Regeln.
In Claude Code liegt dieser Kontext in Dateien. Sie legen für jedes Thema einen Projektordner an, etwa „Vertrieb“ oder „Monatsbericht“, und starten Claude Code darin. Die zentrale Datei ist die CLAUDE.md. Claude liest sie zu Beginn jeder Sitzung automatisch, so wie ein neuer Kollege am ersten Tag die Einarbeitungsmappe. Der Befehl /init legt eine erste Fassung an. Claude lädt drei Ebenen zusammen:
~/.claude/CLAUDE.md: Ihre persönlichen Regeln für alle Projekte, etwa Tonalität oder Formulierungen, die nie vorkommen sollen.CLAUDE.md im Projektordner: alles zu diesem Projekt, das auch für Kollegen gilt.CLAUDE.local.md im Projektordner: persönliche Notizen zum Projekt, die nicht geteilt werden.Der Kurs empfiehlt, die CLAUDE.md als Wegweiser zu schreiben und nicht als Ablage. Sie sagt, wo welches Wissen liegt, statt alles selbst zu enthalten. Das hält sie kurz, und kurz ist wichtig, weil sie in jeder Sitzung Platz im Kontext belegt. Ein Beispiel für einen Vertriebsordner:
# Vertrieb
## Worum es geht
Wir verkaufen Wartungsverträge an Maschinenbauer
mit 50 bis 500 Mitarbeitenden.
## Wo was liegt
- kunden/: ein Ordner pro Kunde mit Gesprächsnotizen
- vorlagen/angebot.md: Aufbau unserer Angebote
- beispiele/gut/ und beispiele/schlecht/: Mails zur Orientierung
## Regeln
- Schreib auf Deutsch, per Sie, ohne Marketing-Floskeln.
- Erfinde keine Preise. Preise stehen nur in preise.md.
- Bevor du etwas versendest oder löschst, frag nach.Die letzte Regel ist sinnvoll, aber sie ist keine Sicherung. Warum, steht im nächsten Schritt.
Zwei Gewohnheiten aus dem Kurs machen die Datei mit der Zeit besser. Jede Korrektur, die Sie Claude geben, gehört als Regel in die CLAUDE.md, damit Sie sie nur einmal geben müssen. Der Kursautor führt dafür eine globale Liste von KI-Floskeln, die in seinen Texten nie auftauchen dürfen. Und lassen Sie Claude seine Arbeit belegen: „Make the AI prove its work.“ Im Alltag heißt das, Claude nennt zu jeder Zahl die Quelle und sagt zu jedem Ergebnis, wie es geprüft wurde.
Zusätzlich führt Claude Code ein eigenes Gedächtnis. Diese automatische Merkfunktion ist standardmäßig an, Claude legt darin selbst Notizen zu Ihrem Projekt ab. Mit /memory sehen Sie diese Notizen und die geladenen CLAUDE.md-Dateien und können die Funktion abschalten.
Dieser Schritt fehlt in den meisten Anleitungen für Einsteiger, und für Unternehmen ist er der wichtigste. Der Kursautor erzählt von einem Vorfall im eigenen Haus: Ein Agent hat versehentlich eine Mail an rund 150.000 Empfänger geschickt, mit einem Rabattcode, der nie rausgehen sollte. Dazu kommen Beispiele von gelöschten Datenbanken und von vergessenen Automationen, die in öffentliche Kanäle posten.
Die Lehre daraus: Eine Anweisung im Prompt ist keine Berechtigung. „Schick nichts ohne Freigabe“ ist ein Wunsch, den das Modell fast immer befolgt. Fast immer reicht aber nicht, wenn 150.000 Kunden am anderen Ende stehen. Eine harte Grenze entsteht erst, wenn das Werkzeug zum Senden gar nicht freigegeben ist. Dann kann der Agent nicht senden, egal wie er die Anweisung versteht.

Der Kurs vergleicht das mit einer Firmenkreditkarte: Niemand gibt einem neuen Mitarbeiter eine Karte ohne Limit und bittet ihn, nichts auszugeben. Für Claude Code heißt das zweierlei.
In aktuellen Versionen startet Claude Code im Auto-Modus: Ein zweites Modell prüft jede Aktion, bevor sie läuft, und blockt alles, was über Ihren Auftrag hinausgeht. Das spart Rückfragen, ist laut Anthropic aber ausdrücklich keine Garantie. Mit Shift+Tab wechseln Sie den Modus:
| Modus | Was Claude darf | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| default (manuell) | fragt vor jeder Änderung und jedem Befehl | die ersten Tage, um zu sehen, was Claude vorhat |
| acceptEdits | legt Dateien im Projektordner ohne Rückfrage an und ändert sie, fragt bei den meisten Befehlen | eingespielte Arbeit an Texten und Tabellen |
| plan | liest und plant nur, ändert nichts, bis Sie den Plan freigeben | größere Vorhaben, siehe Plan Mode |
| auto | handelt ohne Rückfrage, ein Prüfmodell blockt riskante Aktionen | wenn die Verbotsregeln stehen |
| bypassPermissions | führt alles ohne Prüfung aus | nur in abgeschotteten Testumgebungen |
Den letzten Modus nennt auch der Kurs gefährlich. Anthropic empfiehlt ihn nur für isolierte Umgebungen wie Container ohne Internetzugang, weil er nicht gegen versteckte Anweisungen in gelesenen Inhalten schützt.
Wichtiger als der Modus sind feste Regeln in der Datei .claude/settings.json im Projektordner. Was dort unter deny steht, ist gesperrt, auch im freizügigsten Modus. Ein Beispiel, das die Zugangsdaten schützt und das Hochladen von Änderungen verhindert:
{
"permissions": {
"deny": [
"Read(./.env)",
"Bash(git push *)"
]
}
}Mit /permissions sehen und ändern Sie diese Regeln, ohne die Datei selbst zu öffnen. Wer noch strenger sein will, lässt über sogenannte Hooks jeden Werkzeugaufruf vorab prüfen und gezielt blockieren. Für den Einstieg ist das meist zu viel, aber es zeigt die Richtung: Sicherheit kommt aus Regeln, nicht aus Bitten.
Dasselbe Prinzip gilt für Zugänge zu anderen Diensten. Legen Sie API-Schlüssel mit möglichst engen Rechten an, mit einem sprechenden Namen und, wo der Anbieter es erlaubt, mit einer Budgetgrenze. Ein Schlüssel, der nur Entwürfe anlegen kann, kann auch im schlimmsten Fall nichts versenden.
Richtig nützlich wird Claude Code, wenn es mit Ihren Programmen spricht: Mail, Kalender, Ablage, CRM. Welche das sein sollten, verrät laut Kurs ein Blick auf die offenen Browser-Tabs und Lesezeichen. Was Sie täglich öffnen, um Informationen von einem Programm ins andere zu kopieren, ist der erste Kandidat.
Angebunden wird meist über MCP-Server, eine Art Steckdose für Werkzeuge. Sie richten einen Server mit claude mcp add ein, und /mcp zeigt in der Sitzung, was verbunden ist. Wie das im Team funktioniert, steht in Claude Code und MCP. Die Werkzeugbeschreibungen lädt Claude Code inzwischen erst, wenn ein Werkzeug gebraucht wird. Viele Verbindungen kosten deshalb weniger Kontext als früher. Jede Verbindung bleibt aber ein Zugang, den Sie im Blick behalten müssen.
Der Kurs rät, Zugangsdaten in einer .env-Datei im Projekt abzulegen statt in den Connectors einer bestimmten App. Das Argument: Wer 20 bis 40 Werkzeuge an eine App gebunden hat, richtet beim Wechsel alles neu ein. Das stimmt, hat aber eine Kehrseite. Die Datei enthält dann alle Schlüssel im Klartext. Sie gehört deshalb in die Verbotsregeln aus Schritt 2 und nie in einen geteilten Ordner.
An diesem Punkt wird der Kurs vorsichtig, und zu Recht. Der Kursautor warnt ausdrücklich davor, Firmendokumente und Verträge in KI-Werkzeuge zu laden, wenn das Unternehmen es nicht erlaubt. Einige seiner eigenen Kunden untersagen Anthropic ganz. Entscheidend ist, unter welchem Vertrag Sie arbeiten. Laut Anthropic gilt:
Für Firmendaten heißt das: nicht über ein privates Pro-Abo. Was eine DSGVO-konforme Einrichtung darüber hinaus braucht, etwa Auftragsverarbeitung und Datenhaltung in der EU, beschreiben wir unter Claude Datenschutz.
Ein Skill ist ein Rezept: eine Anleitung für einen Ablauf, den Claude immer gleich erledigen soll. Technisch ist es eine Datei SKILL.md in einem eigenen Ordner unter .claude/skills/. Oben steht eine kurze Beschreibung, darunter die Schritte. Claude kennt von allen Skills zunächst nur die Beschreibungen und lädt den Rest erst, wenn ein Skill zur Aufgabe passt. Sie können einen Skill auch direkt aufrufen, mit einem Schrägstrich und seinem Namen.
Schreiben müssen Sie den Skill nicht selbst. Der Kurs zeigt den einfacheren Weg: Sie spielen einen Ablauf einmal gemeinsam mit Claude durch, etwa das morgendliche Sichten des Posteingangs, und sagen am Ende sinngemäß: Schau dir die vier Schritte an, die wir gerade gemacht haben. Das mache ich jeden Morgen. Mach daraus einen Skill.
Der zweite Gedanke aus dem Kurs verhindert die meisten Unfälle mit Skills. Ein neuer Skill darf zuerst nur berichten: Der Posteingangs-Skill liefert ein Briefing, und Sie entscheiden. Später bereitet er Entwürfe vor, die Sie freigeben. Erst wenn er 10, 20, 30 Mal ohne Überraschung gelaufen ist, darf er selbst handeln.

Das ist dasselbe Vorgehen wie bei einem neuen Mitarbeiter, und es passt zu Schritt 2. Die Stufe legen Sie nicht im Text des Skills fest, sondern über die Werkzeuge, die er nutzen darf. Ein Skill ohne Senden-Werkzeug bleibt beim Entwurf, auch wenn er es sich anders überlegt.
Diese Frage stellt der Kurs selbst. Ein Skill ist ein Rezept, das Claude in der laufenden Sitzung abarbeitet, mit allem, was dort schon besprochen wurde. Ein Sub-Agent ist ein eigener Helfer mit eigenem Kontext, der eine abgegrenzte Aufgabe erledigt und nur das Ergebnis zurückgibt. Sub-Agents kommen in Schritt 6, weil sie erst nützlich sind, wenn die Grundlagen stehen.
Wer einen ganzen Tag in derselben Sitzung arbeitet, kennt das Gefühl, das der Kurs beschreibt: Claude wirkt mit der Zeit immer dümmer. Das hat einen Grund. Alles aus der Sitzung liegt im Kontextfenster, jede gelesene Datei, jede Antwort und jeder Irrweg, und alles konkurriert um Aufmerksamkeit. Aktuelle Modelle haben in Claude Code ein Fenster von einer Million Tokens. Erst kurz vor dieser Grenze fasst Claude den Verlauf automatisch zusammen, die Qualität lässt aber deutlich früher nach.

Der Kursautor zieht deshalb bei etwa 250.000 Tokens einen Strich. Er lässt Claude eine Übergabe schreiben, mit Ziel, getroffenen Entscheidungen und betroffenen Dateien, leert die Sitzung mit /clear und startet mit der Übergabe neu. Wie voll das Fenster gerade ist, zeigt /context. Der Befehl /compact fasst den Verlauf sofort zusammen, lässt Ihnen aber weniger Kontrolle darüber, was erhalten bleibt.
Die zweite Klage in Kurs und Kommentaren betrifft die Nutzungsgrenzen. Bezahlte Pläne haben ein Kontingent pro Fünf-Stunden-Fenster und ein Wochenlimit. Viele erreichen es trotzdem schnell, auch im 200-Dollar-Plan. Der Kurs hält dagegen: „It’s not a limits problem. It’s a context hygiene problem.“ Jede Nachricht schickt den ganzen bisherigen Kontext mit, und ein voller Kontext verbraucht entsprechend mehr. Diese Gewohnheiten helfen:
| Gewohnheit | Warum sie spart |
|---|---|
/clear zwischen zwei Themen | Das neue Thema schleppt den alten Verlauf nicht mit. |
| CLAUDE.md kurz halten | Sie wird in jeder Sitzung geladen. |
| Anweisungen bündeln | Eine klare Nachricht statt fünf kleiner spart vier Runden mit vollem Kontext. |
| Pausen unter einer Stunde | Im Abo hält der Zwischenspeicher der Hauptsitzung eine Stunde. Danach wird der ganze Kontext neu verarbeitet. |
| Sub-Agents gezielt einsetzen | Jeder zusätzliche Agent verbraucht eigenes Kontingent. |
/usage im Blick behalten | Zeigt, wie viel vom Fenster und von der Woche übrig ist. |
Wer über das Limit hinaus weiterarbeiten muss, kann Nutzungsguthaben zu API-Preisen zubuchen. Meist ist die bessere Antwort aber eine sauberere Sitzung und nicht der nächstgrößere Plan.
Die letzten Stunden des Kurses zeigen die eindrucksvollsten Dinge: Teams von Agenten, die miteinander diskutieren, und Automationen, die nachts in der Cloud laufen. Für Einsteiger gilt hier ein Satz, den der Kursautor ganz am Anfang sagt: „default to the simplest thing that gets the job done“. Er nennt das Getränkeautomat statt Spielautomat. Was jedes Mal gleich ablaufen soll, ist als festes Skript zuverlässiger und günstiger als ein Agent, der jedes Mal neu überlegt.
Ein Sub-Agent ist eine Textdatei im Ordner .claude/agents/ mit Namen, Beschreibung und Anweisungen. Er arbeitet in einem eigenen Kontextfenster, nutzt nur die Werkzeuge, die Sie ihm geben, und kann ein günstigeres Modell wie Haiku verwenden. In Ihre Sitzung kommt nur seine Zusammenfassung zurück. Zwei Einsätze aus dem Kurs lohnen sich schon früh:
Mehr ist dabei nicht besser. Wer zu viele Sub-Agents erzwingt, bekommt laut Kurs schlechtere Ergebnisse. Agent-Teams, bei denen mehrere Claude-Instanzen direkt miteinander sprechen, sind laut Anthropic noch experimentell, standardmäßig aus und verbrauchen deutlich mehr Tokens.
Im Kurs heißen sie Routinen, in der Dokumentation inzwischen Cloud Scheduled Tasks: Aufträge, die nach Zeitplan auf den Servern von Anthropic laufen, auch wenn Ihr Rechner aus ist. Sie richten sie unter claude.ai/code/routines oder in der Sitzung mit /schedule ein. Drei Punkte aus dem Kurs sollten Sie vorher kennen:
Für Abläufe, die immer gleich sind, nimmt der Kursautor statt einer Routine lieber ein festes Skript mit fest eingetragenem Ziel, nach dem Motto „boring is beautiful“. Und wer eine Sitzung nur unterwegs weiterführen will, braucht gar keine Routine. Mit /remote-control steuern Sie die laufende Sitzung auf Ihrem Rechner vom Handy aus, solange der Rechner an ist.
Der Kurs richtet sich an Einzelne, die für sich selbst schneller werden wollen. In einem Unternehmen mit 50 oder 500 Mitarbeitenden kommen vier Fragen dazu, die wir in Projekten regelmäßig klären:
Der wichtigste Punkt steht aber am Anfang des Kurses. Wer ein neues Werkzeug lernt, wird erst einmal langsamer, fühlt sich überfordert und hört auf, bevor sich der Nutzen zeigt. Das ist kein Technikproblem, sondern eine Frage der Begleitung in den ersten Wochen. Genau dafür gibt es unser Coaching.
Claude Code lernen heißt für Nicht-Programmierer vor allem: einarbeiten, begrenzen, wiederholen. Ein Projektordner mit einer kurzen CLAUDE.md liefert den Kontext. Verbotsregeln und eng gefasste Werkzeuge ziehen die Grenzen, die ein Prompt nicht ziehen kann. Skills machen aus einem gelungenen Durchlauf einen festen Ablauf, der Schritt für Schritt mehr Verantwortung bekommt. Saubere Sitzungen halten Qualität und Kontingent im Rahmen. Sub-Agents und Routinen kommen zuletzt.
Die Einwände aus den Kommentaren bleiben berechtigt. Wer Code erzeugen lässt, den er nicht versteht, steht beim ersten Fehler allein davor. Und wer vor allem Dokumente bearbeitet, ist mit Cowork oft besser bedient. Wenn Sie Claude Code oder Cowork im Team einführen wollen, mit Rechten, Datenschutz und Begleitung von Anfang an, sprechen Sie uns an.
Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Ja. Sie beschreiben, was herauskommen soll, und Claude erledigt die Schritte: Dateien lesen und schreiben, Befehle ausführen, Werkzeuge ansprechen. Ein Terminal ist nicht mehr zwingend, Claude Code läuft auch im Code-Tab der Claude-Desktop-App und im Browser unter claude.ai/code. Wichtiger als Programmierkenntnisse sind drei Dinge: eine gute CLAUDE.md als Einarbeitung, klare Verbotsregeln und die Gewohnheit, Ergebnisse zu prüfen. Wer vor allem Dokumente bearbeitet, ist mit Cowork oft besser bedient.
Claude Code ist in allen bezahlten Claude-Plänen enthalten: Pro für 20 Dollar im Monat (17 Dollar bei jährlicher Zahlung), Max für 100 Dollar mit dem Fünffachen und für 200 Dollar mit dem Zwanzigfachen der Pro-Nutzung. Alle Pläne haben ein Kontingent pro Fünf-Stunden-Fenster und ein Wochenlimit. Darüber hinaus lässt sich Nutzungsguthaben zu API-Preisen zubuchen. Für Firmendaten kommen nur geschäftliche Verträge wie Team oder Enterprise in Frage.
Eine Textdatei, die Claude Code zu Beginn jeder Sitzung automatisch liest, vergleichbar mit einer Einarbeitungsmappe. Sie beschreibt, worum es im Projekt geht, wo welches Wissen liegt und welche Regeln gelten. Es gibt sie auf drei Ebenen: persönlich für alle Projekte unter ~/.claude/CLAUDE.md, für das Projekt im Projektordner und als CLAUDE.local.md für persönliche Notizen zum Projekt. Der Befehl /init legt eine erste Fassung an. Kurz halten lohnt sich, weil sie in jeder Sitzung Platz im Kontext belegt.
Ein Skill ist ein Rezept für einen wiederkehrenden Ablauf, abgelegt als SKILL.md unter .claude/skills/. Claude arbeitet ihn in der laufenden Sitzung ab, mit allem, was dort schon besprochen wurde. Ein Sub-Agent ist ein eigener Helfer, definiert als Datei unter .claude/agents/, mit eigenem Kontextfenster, eigenen Werkzeugrechten und auf Wunsch einem günstigeren Modell. Er erledigt eine abgegrenzte Aufgabe und gibt nur die Zusammenfassung zurück. Skills sparen Erklärungen, Sub-Agents halten die Hauptsitzung sauber.
Meist wegen des Kontexts. Jede Nachricht schickt den gesamten bisherigen Verlauf mit, eine lange Sitzung verbraucht deshalb mit jeder Runde mehr. Dazu kommen Sub-Agents und Agent-Teams, die eigenes Kontingent verbrauchen. Es hilft, zwischen Themen mit /clear neu zu beginnen, die CLAUDE.md kurz zu halten, Anweisungen zu bündeln und Pausen unter einer Stunde zu halten, weil der Zwischenspeicher im Abo eine Stunde hält. Mit /usage sehen Sie, wie viel vom Fünf-Stunden-Fenster und von der Woche übrig ist.
Nicht über ein privates Abo. Bei Free, Pro und Max entscheiden Sie selbst, ob Anthropic mit Ihren Daten trainieren darf; erlauben Sie es, werden die Daten bis zu fünf Jahre aufbewahrt, sonst 30 Tage. Unter geschäftlichen Verträgen wie Team, Enterprise oder der API trainiert Anthropic nicht mit Ihren Daten, die Standard-Aufbewahrung liegt bei 30 Tagen. Für den Einsatz im Unternehmen braucht es zusätzlich Auftragsverarbeitung, Regeln für den Umgang mit Zugangsdaten und klare Verbotsregeln, welche Dateien Claude lesen darf.